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 Demre & St. Nikolaus Kirche
 
Demre & St. Nikolaus Kirche
 

DEMRE / MYRA 

Am frühen Morgen geht die Reise über Finike nach Demre (Myra). Unterwegs wird eine kleine Ruhepause eingelegt, damit Sie für die Besichtigung der weltbekannten Felsengräbern gut ausgeruht sind. Danach besichtigen Sie die Heiliger Nikolaus Kirche und eine Mittagessen Pause schliesst sich an. Demre das in der Antikzeit Myra genannt wurde ist die Heimat des Heiligen Nikolaus; dem Weihnachtsmann. Der Heilige Nikolaus lebte Mitte des 4. Jahrhunderts in Demre und starb auch dort. Er war bekannt für seine Hilfsbereitschaft und Wundertaten die er in der Heilung von Kranken erbrachte.  Durch diese Eigenschaften wurde er, der Priester war, heilig gesprochen. Weiter geht die Fahrt zum Hafen von Myra, dort erwartet Sie eine Bootsfahrt und eine Besichtigung der versunkenen Stadt Simena mit Gräbern und Häusern. Dort wird auch eine kleine Schwimmpause eingelegt. Am Nachmittag geht es zurück zu den Hotels.


Tipp: feste Schuhe, Badesachen und Fotoapparat nicht vergessen.

Tour beinhaltet : Transfer, Reiseleitung, Mittagessen, Eintrittsgebühren
Ausschliesslich : Getränke und Trinkgeld


DEMRE (MYRA)
Myra war seit dem 6. Jh. v. Chr. eine der sechs größten Städte des
Lykischen Bundes. Nach der Teilung Lykiens von Pamphylien unter Kaiser Theodosius II. (401–450 n. Chr.) wurde Myra Hauptstadt Lykiens. Artemis Eleuthera (Kybele) besaß in Myra ein Kultzentrum, das bei einem Erdbeben 141 n. Chr. zerstört wurde. Eine Inschrift des Opramoas von Rhodiapolis, der den Bau des Theaters finanzierte, kennzeichnet ihren Tempel in Myra als den größten und prunkvollsten. Dies berichtet auch eine Legende vom eigenhändigen Abriss des Heiligtums durch Bischof Nikolaus.
Myra war
Bischofssitz, ab 300 amtierte Nikolaus von Myra als Bischof.
809 wurde der Ort durch
arabische Truppen unter Harun al-Rashid geplündert und verlor danach an Bedeutung. Während der Regentschaft des Alexios I. Komnenos, (1081–1118) wurde Myra zeitweise von den islamischen Seldschukenherrschern erobert. Italienische Kaufleute aus Bari nutzten die unruhige Zeit, um die Gebeine des Heiligen Nikolaus in ihre Heimat zu überführen, wo sie am 9. Mai 1087 eintrafen. Fortan wurde Bari zur Pilgerstätte des St.-Nikolaus-Kultes.
Die Stadt wurde im Lauf der Jahrhunderte unter dem Schlamm des Demre-Flusses begraben und zwischen 1965 und 1968 durch den deutschen
Archäologen Jürgen Borchhardt erforscht.
Am 6. Dezember 2007 gestattete der türkische Kulturminister Ertugrul Gunay seiner Allheiligkeit dem griechisch-orthodoxen
ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel Bartholomäus I. einen Gottesdienst in der griechisch-orthodoxen Liturgie in der dem Heiligen Nikolaus geweihten Basilika von Demre (Myra) zu feiern. Der letzte Gottesdienst in der Basilika fand 2002 statt. Das Patriarchat stellte zwar jedes Jahr einen Antrag, erhielt jedoch fünf Jahre lang keine Genehmigung. Zusätzlich stellte der Kulturminister rund 25.000 Euro als Spende zur Verfügung, damit die Basilika, die in schlechtem Zustand war, fertig restauriert werden kann.
St. Nicholas Church

NIKOLAUS, DER BISCHOF VON MYRA

Nikolaus wurde in Patara (in der Nähe von Antalya) geboren. Als Geburtsjahr wird 280 bzw. 286 vermutet. Nach der Heiligenlegende des Jacobus de Voragine war er der Sohn der frommen Eltern Johanna und Epiphanes, die nach seiner Geburt ein jungfräuliches Leben geführt haben sollen.
Am ersten Tag stand er schon aufrecht in der Badewanne, berichtet Jacobus de Voragine im 13. Jahrhundert. Der Knabe spielte nicht mit Kindern seines Alters, Kirchenbesuche und Bibelstudium waren ihm wichtiger. In Xanthos studierte er.
Die Eltern hinterließen ihm ein reiches Erbe. Nikolaus wollte das Geld nicht für individuelle Freuden einsetzen. Er dachte nach, ob es nicht sinnvollere Möglichkeiten gab, die Erbmasse einzusetzen. Er fand Alternativen. So kam es zu einer guten Tat, die ihn später zum weihnachtlichen Gabenbringer kürten.
Für den verstorbenen Bischof von Myra musste ein Nachfolger gefunden werden. Man traf sich zu einer Bischofskonferenz, um die Wahl durchzuführen. Ein Teilnehmer, der Entscheidungen herbeiführen konnte, hatte eine Vision. Der erste Mann, der ihm vor dem Morgengebet begegnet, soll Bischof werden.
Widerwillig übernahm Nikolaus die Würde. Die Funktion übte er dennoch gewissenhaft aus. Es war sein Bestreben, Menschen vom christlichen Glauben zu überzeugen. Das war nicht einfach, denn Apollo, der Sohn von Zeus und Leto, stand wesentlich höher in der Gunst des Volkes.

Nach der Legende verbrachte Apollo die Sommermonate auf Delos und den Winter in Patara. Folglich wird der andersgläubige Nikolaus eingekerkert und gefoltert. Doch die Christenverfolgung ist nicht mehr von langer Dauer. Nikolaus kommt frei. 325 nimmt er am Konzil in Nicäa teil.
Auf dieser Konferenz wird die Dreieinigkeit (Gott, Jesus, Heiliger Geist) zum Dogma erklärt. Christen anderer Überzeugungen, z.B. Arius, werden verbannt. Nikolaus und Silvester, siehe 31. Dezember, vertreten beide die Glaubenssätze der Trinität.
Am 6. Dezember 345 (oder 351/352) verstirbt Nikolaus und wird in Myra (Demre) beigesetzt. Es beginnt eine Zeit der Wunder, u. a. Berichte über die Genesung unheilbar Kranker an der Grabesstätte. Nikolaus wird immer stärker verehrt und Apollos Gunst schwindet.

Am 9. Mai 1087 raubten italienische Seefahrer die Gebeine aus dem Sarkophag und überführten die Reliquien nach Bari. In der Basilika St. Nicola werden sie verwahrt. Die "Verlegung" sollte die Handelserträge Baris stärken.
Aubert, der Kreuzritter, muss ähnliches geglaubt haben. Er stahl 1092 einen Finger und brachte ihn nach Nancy. In Freiburg werden ebenso Reliquien von Sankt Nikolaus verehrt.

 

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